Über uns

Chronik

Auszug aus dem Buch “Die Feuerwehren im Landkreis Breisgau- Hochschwarzwald”

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
Die Freiwillige Feuerwehr Heitersheim wurde im Jahre 1919 auf Initiative von Dr. Blank ins Leben gerufen. Nach einigen großen Brandfällen in der Gemeinde Heitersheim wurde von der Gemeinde der Wunsch laut, nunmehr an Stelle der bisher gestandenen Pflicht- Feuerwehr (Löschmannschaft) eine organisierte Freiwillige Feuerweh zu gründen. Die Vorteile, die eine geschulte Feuerwehr bietet, sind schon früher erkannt worden und so wurde in der Gründungsversammlung im Dezember 1919 Baumeister Sütterle mit der Aufstellung und Führung der Freiwilligen Feuerwehr beauftragt. Einhundertsiebzehn Männer meldeten sich freiwillig für den ehrenamtlichen Dienst. Eine Satzung und Dienstordnung wurde erlassen.
Die Zeit vor der Gründung
Als sich am 19. Dezember 1773 bei einem Brand in Heitersheim herausgestellt hat, daß die Feuerspritze nicht in Ordnung war, daß heißt nicht brauchbar war und eine Unordnung herrschte, weil niemand wußte, wer etwas anzuordnen hatte, so hat die Gnädigste Herrschaft der Johanniter für Heitersheim eine Feuerordnung erlassen, die sie am 30. Dezember 1773 veröffentlichte. Nachdem das Fürstentum Heitersheim 1810 säkularisiert wurde und Heitersheim nach seiner Übergabe an das Großherzogtum Baden zur Stadt erklärt wurde, gab sich der Magistrat der Stadt Heitersheim am 21. Februar 1811 eine weitere Feuerordnung. Diese Ordnung deckte sich jedoch ganz mit der Ordnung, die die Malteser 1773 erlassen hatten. Auch wurde in dieser Zeit eine Feuerspritze beschafft. Die Feuerordnung des Heitersheimer Stadtrates wurde immer wieder erneuert, weil die mit der Führung der Feuerwehr betrauten Personen immer wieder wechselten. So fanden in den Jahren 1818, 1826, 1830, 1843 und 1856 Erneuerungen statt.
Die Feuerspritze wurde im Jahre 1856 durch den Mechaniker Bürgelin in Müllheim generalüberholt und so wieder hergestellt, daß sie tatsächlich eine Neue ersetzte.
Nach den Gründungen von Freiwilligen Feuerwehren in den 60er Jahren in Staufen, Sulzburg, Kichhofen, Ehrenstetten, Krozingen Auggen, Müllheim kam am 1. Januar 1865 die Anregung des Bezirksamtes in Staufen, daß die Stadt Heitersheim eine Freiwillige Feuerwehr gründen soll, da man mit den Freiwilligen Feuerwehren gute Erfahrungen gemacht hatte. In Heitersheim war man jedoch der Meinung: “Von Errichtung eines militärisch organisierten Feuerwehrcorps sei von der hiesigen Gemeinde Abstand zu nehmen, obwohl der Nutzen derselben für Städte gewürdigt und anerkannt werde. In hiesiger Gemeinde sind mit Ausnahme des Schloßgebäudes und der Gasthäuser nur wenige 2- stöckige Häuser. Jedoch wird der Wunsch ausgesprochen, daß die hier bestehende Feuerordnung erneuert werden soll und mit den eingeteilten Obmänner und Leuten, die zur Spritze bestimmt sind, 2- 3 mal im Jahr Übungen vorzunehmen sind, damit diese Festigkeit und Sicherheit erlangen”.
Im Jahre 1883 wurde die Feuerordnung wieder fortgeschrieben und erneuert. In dieser Feuerodnung wurden die Löschmannschaften erstmals in Abteilungen gegliedert (Spritzenmannschaft, Rettungsmannschaft, Arbeitsmannschaft, Wachmannschaft, Spanndienst). Die Ausrüstung zu dieser zeit bestand aus: 1 Spritze, 36 Feuereimer,, 4 blecherne Tragebütten, 4 blecherne Wasserschöpfer, 3 Feuerleitern, 3 große und 9 kleine Feuerhaken, 4 Pechpfannen, 2 Laternen, 80 Pechfackeln, 70 Pechkränze, 101 Fuß Schläuche mit Patentverschluß. Das Bezirksamt Staufen hat diese Feuerordnung auch in der vorgelegten Form genehmigt.
Im Jahre 1896 wurde eine neue Feuerspritze bei der Firma Grether in Freiburg in Auftrag gegeben.

Die Feuerwehr im Laufe der Zeit
Nach der Gründung einer organisierten Feuerwehr wurden im Jahre 1920 Feuerlösch- und Rettunggerätschaften sowie Ausrüstungsgegenstände im Gesamtwert von 27.349 Reichsmark als Grundausstattung beschafft (u. a. Leder- und Messinghelme, Gurte mit Karabinerhaken, Beile,
Leitern, Hydrantenwagen, Handspritze und für 500 Reichsmark Übung- und Druckvorschriften). Im Frühjahr 1920 wurden die ersten öffentlichen Proben abgehalten. Im Jahre 1932 wurde ein zweiter Hydrantenwagen angeschafft, um die Schlagkraft der Wehr zu erhöhen. Mit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus im Jahre 1933 begann auch für die Freiwillige Feuerwehr Heitersheim eine neue Epoche. Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden die jungen und auch älteren Wehrmänner zum Kriegsdienst einberufen, so daß sich die Mannschaftsstärke stark dezimierte. Um dennoch den Brandschutz sicherstellen zu können, wurde eine Feuerwehrhelferinnengruppe aufgestellt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde durch die Besatzungsmacht die Feuerwehr wieder neu organisiert. 1947 versahen 60 Feuerwehrmänner wieder ihren Dienst. Die Gerätschaften wurden modernisiert, ein neues Gerätehaus gebaut, Uniformen beschafft. Im Jahre 1962 begann die Vollmotorisierung mit der Beschaffung eines LF 8 und im Jahre 1966 mit einem TSF (siehe “unsere Ehemaligen”).

Die Feuerwehr heute
Die Feuerwehr Heitersheim, als Stützpunktfeuerwehr für die Gemeinden Ballrechten-Dottingen, Buggingen, Eschbach und Sulzburg, ist eine gut ausgebildete und ausgerüstetet Wehr. Das Feuerwehrgerätehaus befindet sich in der Stadtmitte (ehemaliges Firmengebäude Hirtler) direkt neben dem Rathaus und dem städtischen Bauhof. Das Gerätehaus verfügt über einen Schulungs- und Aufenthaltsraum, eine Schlauchwasch- und Trocknungsanlage, einem Materiallager, einem Funkraum und einer Atemschutzwerkstatt. Im Hauptgebäude sind der ELW, unser selbstgebauter Schlauchanhänger, unser LF 16/12 und unser VGW untergestellt.
Am 28.06.2001 wurde die neue DLK 18-12 in Dienst gestellt. Gleichzeitig konnten wir unseren Gerätehausanbau einweihen.  Zu diesem Anlaß waren sowohl die Kommandanten, Bürgermeister und Vertreter der umliegenden Gemeinden, sowie Landrat Glaeser und Herrn Fleischer eingeladen. Der katholische Pfarrer Herr Eisele und der evangelische Pfarrer Herr Zeller segneten gemeinsam den Anbau und die Drehleiter. Aus Kostengründen wurde der alte Anbau abgerissen und komplett neu gebaut. Bei der Planung wurde bereits die Unterstellmöglichkeit für eine Drehleiter berücksichtigt. Außerdem beherbergt der Anbau noch das in die Jahre gekommene LF 16-TS.
Neben den Unterstellmöglichkeiten für die Feuerwehrfahrzeuge wurde noch eine Waschhalle gebaut. Diese steht sowohl dem Bauhof, wie auch der Feuerwehr zur Verfügung.
Bei der Verabschiedung unseres stellvertretenden Kommandanten Manfred Brendle (der altersbedingt die aktive Wehr verlassen musste) am 09.07.2007 wurde unser neues LF20/16 offiziell in Dienst gestellt. Leider musste das nunmehr neunundzwanzig Jahre alte LF- 16 TS den aktiven Dienst in unserer Wehr beenden.

Bereitschaft